Dialogforum Fachkräftesicherung

Statment der agilen Francis

Das 4. Dialogforum Fachkräftesicherung der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG Thüringen), am Mittwoch, den 13. Mai 2020, fand erstmals online statt. Eingeleitet wurde es durch die Vorträge:

  • „Mobilität im ländlichen Raum unter den Bedingungen des demografischen Wandels“ – Kai Philipps, Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft / Demografiepolitik und Serviceagentur Demografischer Wandel
  • „Urbane Dörfer – Wie digitales Arbeiten Städter aufs Land bringen kann“ – Susanne Dähner, Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

Fragen zu den vorangegangenen Vorträgen wurden im anschließenden Live-Chat beantwortet. Daran nahmen, neben unserer agilen Francis, teil:

  • Kai Philipps, Serviceagentur Demografischer Wandel
  • Susanne Dähner, Berlin-Institut
  • Heiko Kahl, Thüringer Digitalagentur
  • Jan Tröstrum, Gemeinde Altengottern
  • Mario Demange, 24h Tag & Nacht Markt, Altengottern

Unserer Vorstandsvorsitzende der AGILenLIGA, Francis Linde, fasste ihr Statement im Nachgang zusammen: 

„Die Arbeitswelt wird sich deutlich verändern. Mit und nach Corona erleben wir eine Beschleunigung des Prozesses. Insbesondere die strukturellen Besonderheiten Thüringens sind Ursache für den bislang gering ausgeprägten Digitalisierungsgrad der Unternehmen. Aber mit der Krise kam die Chance und wir stellten fest: mobil und flexibel zu arbeiten ist keine Magie. Den Problemen stellen wir uns, wenn sie uns begegnen. Klar, gibt es Handlungsfelder, die es noch zu meistern gilt. 

Die ernüchternde Nachricht: es gibt nicht DIE EINE LÖSUNG! Aus Erfahrung weiß ich, es sind schon ganz viele Kompetenzen vorhanden! Berücksichtigen wir einen ganzheitlichen Ansatz, schafft dieser einen Raum für eine Vielfalt an Möglichkeiten. Die guten Potenziale liegen sprichwörtlich schon auf der Straße. Wichtig ist es niederschwellig zu starten, um die behindernde Wirkung von Barrieren von vorn herein zu minimieren. Kleine Erfolge werden allein schon dadurch erreicht, dass der Blick für das geschärft wird, was schon alles an Gutem vorhanden ist. 

Dazu sind unterschiedliche Interessengruppen mit ganz eigenen Bedarfen, aber auch vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen einzubinden. Somit sind Co-Creaktion bzw. Kollaboration mit viel Engagement zu fördern. Daraus entstehen wieder neue Ideen und Ansätze. Sowohl die alt bekannten Möglichkeiten des Homeoffice, aber auch Coworking Spaces und Crowdworking rücken stärker in den Fokus.

Durch eine Identifizierung mit positiven, regionalen Alleinstellungsmerkmalen (USP) oder auch Besonderheiten werden energetische Verbindungen geschaffen. Das individuelle und kollektive Zusammengehörigkeitsgefühl wird gestärkt und schafft eine so signifikante Aufwertung der Region. Dazu sind kongruente Interessen zu nutzen und z.B. Gemeinden und Verwaltung sowie die Arbeitgeber mit ins Boot zu holen.

Wichtig ist, das die Bevölkerung sich nicht alles von Seiten der Politik vorsetzen lässt. Hier ist Eigeninitiative und Hands-on-Mentalität gefragt. Dazu bedarf es einer gehörigen Portion an Selbstverantwortung und Willen zur positiven Veränderung und nicht nur den Drang sich über alles zu beschweren, was ich selbst nicht bereit bin, zu verändern. Da das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen im ländlichen Raum noch stärker ausgeprägt ist, als in der Stadt., ergibt sich eine enorme Chance, Visionen in großen Schritten umzusetzen.”

1 Kommentar zu „Dialogforum Fachkräftesicherung“

  1. Hallo Agile Francis,
    vielen Dank für Deine Zusammenfassung. Das Thema “Wie digitales Arbeiten Städter aufs Land bringen kann” bewegt auch unser Team, welches sich mit IT-Sicherheit in der digitalen Welt beschäftigt.
    Wie könnte denn Dein konkreter Vorschlag aussehen und was gäbe es, Deiner Ansicht nach, dabei zu beachten?

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