Konfliktarten – Wie bleibst Du souverän wenn es knistert?

Wo gearbeitet wird, da entstehen auch mal Spannungen. Das ist ganz normal, wenn unterschiedliche Charaktere in einem Team aufeinander treffen. Dr. Marion Reich, Konfliktmanagement-Expertin der AGILenLIGA, legt uns daraufhin nahe, uns zunächst einmal mit den Konfliktarten auseinanderzusetzen, die im Arbeitsumfeld entstehen können. Das ist EINE der wichtigsten Voraussetzungen, um souverän schwierige Situationen in der Zusammenarbeit meistern zu können.

Konflikte fühlen sich oft sehr unangenehm an, und niemand will sie haben. Aber Konflikte unterscheiden sich sehr in ihren Ursachen, und damit auch in den Möglichkeiten mit ihnen umzugehen. Wollt Ihr wissen welche Konfliktarten das sind?

Welche Konfliktarten treten häufig in Unternehmen auf?

Verteilungskonflikte

entstehen, wenn Mitarbeiter oder Führungskräfte ihr Gehalt, ihre Arbeitsbedingungen oder ihre Aufgaben als ungerecht empfinden.

Beispiel:

Der höher qualifizierte Mitarbeiter muss sich das Büro mit einem Kollegen teilen, der weniger qualifizierte Kollege hat ein Einzelbüro.

Zielkonflikte

basieren auf einer unterschiedlichen Erwartungshaltung oder verschiedenen Zielvorstellungen.

Beispiel:

Der Chef legt den Schwerpunkt auf die Quantität von Abschlüssen, Verträgen oder Verkäufen. Der Mitarbeiter priorisiert die Qualität seiner Arbeit, z.B. die Pflege von Kundenkontakten.

Rollenkonflikte

In einem Unternehmen sind die Rollen beziehungsweise Positionen der verschiedenen Mitarbeiter stets mit einer Erwartungshaltung verbunden. Erfüllt der Mitarbeiter diese Rolle nicht oder interpretiert er seine Aufgabe anders, entsteht ein Rollenkonflikt.

Beispiel:

Der Vorgesetzte fordert den Servicemitarbeiter auf, auch die Akquise von Neukunden zu übernehmen. Der Mitarbeiter sieht dies jedoch nicht als seine Aufgabe an und führt diese daher nur sehr lustlos aus.

Wahrnehmungs- & Bewertungskonflikte

Wahrnehmungs- beziehungsweise Bewertungskonflikte entstehen immer dann, wenn unterschiedliche Einstellungen zu einer unterschiedlichen Situationsbewertung führen.

Beispiel:

Ein Servicemitarbeiter interpretiert die Äußerung des Kunden, dass er „ganz zufrieden“ mit den Serviceleistungen ist, als sehr positiv. Er fühlt sich in seiner Arbeitsweise bestärkt. Der Vorgesetzte nimmt die Äußerung hingegen als negativ wahr und fordert den Mitarbeiter zum Nachbessern auf.

Beziehungskonflikte

Zwischenmenschliche Probleme verursachen Beziehungskonflikte, welche in der Regel besonders schwer zu lösen sind. Die Gründe für diese Konflikte liegen in persönlichen Abneigungen, die etwa mit der Arbeitsweise, der Wortwahl, dem Auftreten oder dem Charakter einer Person zusammenhängen.

Beispiel:

Der Vorgesetzte eines Servicemitarbeiters mag dessen Wortwahl nicht und empfindet diese als „besserwisserisch“. Er äußert seine Abneigung dem Mitarbeiter gegenüber, indem er ihm die Betreuung besonders schwieriger Kunden aufträgt. Die Folge: Der Mitarbeiter fühlt sich überfordert, es entsteht ein Beziehungskonflikt.

Sachkonflikte

Bei dieser Art von Konflikt handelt es sich meist um Meinungsverschiedenheiten oder allgemeine Unzufriedenheit. Der Konflikt lässt sich in der Regel schnell lösen.

Beispiel:

Wenn sich ein Kunde über die mangelnde Lebensdauer eines bestimmten Bauteils beschwert, kann der Fehler in der Regel schnell beseitigt werden, indem der Kundenservice eine Lösung anbietet, etwa den Tausch des Bauteils oder eine Erstattung der Kosten.

Häufige Ursache von Konflikten sind nicht erfüllte Erwartungen, Enttäuschungen und Unzufriedenheiten. Tatsächlich ist Konfliktprävention nichts anderes als die Wahrnehmung von Interessen, Bedürfnissen und Erwartungen. MediatorInnen unterstützen Euch bei der Prävention und der Intervention von eskalierten Konflikten.

Du findest Dich und Dein Team in einer ähnlichen Situation wieder? Wir sind für Euch da.

Kontaktiert uns, gemeinsam finden wir sicher einen Weg aus dem Konflikt.