Stressprophylaxe für den Arbeitsalltag

Stressprophylaxe für den Arbeitsalltag

Tai Chi und Qi Gong sind keine Gemüsesuppen, doch mindestens genauso gesund 

Ob Büroalltag oder Homeoffice – steigende Anforderungen an Flexibilität, Zeitdruck, komplexe Aufgabenstellungen, Bildschirmarbeit und Bewegungsmangel sind nur einige Begleiter des modernen Arbeitslebens. Ohne Ausgleich entsteht Stress. In der Folge fühlen wir uns gereizt, müde oder leiden unter Schlaflosigkeit, Kopf- und Rückenschmerzen.  

Wie gelingt es, körperliche und geistige Fitness zu erhalten oder wiederzuerlangen?  

Krankenkassen empfehlen aktive Bewegung und Stressprophylaxe. 

Petra Heiße ist als Tai Chi und Qi Gong Lehrerin eine der Entspannungsexpert:innen der AGILenLIGA. Sie gibt einen Einblick in die exotisch klingenden und aus einer scheinbar fernen Welt kommenden Angebote des Tai Chi und Qi Gong.

Tai Chi und Qi Gong sind für die Stressprophylaxe so wichtig wie die Möhre für eine Gemüsesuppe… 

Sport und Bewegung bringen körperliche Gesundheit. Entspannungsverfahren wie Yoga, Progressive Muskelrelaxation (PMR) und Autogenes Training oder Meditation beruhigen den Geist und ermöglichen den Abstand von der Fülle des Alltags. Wie Zeit für beides finden? Wo noch unterbringen im beruflichen und privaten Alltag? Tai Chi und Qi Gong sind im Gesundheitssystem als Entspannungsverfahren etabliert. Doch verbinden sie beides miteinander. Sie sind Meditation und Bewegung in einem – und somit die perfekte Stressprophylaxe.

Was ist Tai Chi? Was ist Qi Gong? Was ist der Unterschied? 

Tai Chi – eigentlich Tai Chi Chuan ist eine chinesische Kampfkunst und beschäftigt sich mit der höchsten Harmonie von Yin und Yang (polar einander entgegengesetzte, dennoch aufeinander bezogene, sich ergänzende, duale Kräfte oder Prinzipien). Sie wird im modernen China auch als Weg der Lebenspflege für körperliche Gesundheit und Langlebigkeit geschätzt. Vielleicht kennst Du die Bilder von sich gemeinsam anmutig bewegenden Menschen in Parks? 

Qi Gong kann mit Arbeit oder Beschäftigung mit der Lebensenergie übersetzt werden. Es hat sich in tausenden Jahren zu einem ganzheitlichen System von Selbstheilungstechniken entwickelt, das gesundheitsfördernde Übungen, Selbstmassage, Atemtechnik und Meditation umfasst, um die Lebensenergie Qi im Fluss zu behalten. Qi Gong ist Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Als Wirkungen werden u.a. folgende beschrieben:

  • Entspannung chronisch angespannter Muskelgruppen und Kräftigung der Muskulatur
  • Stärkung und Verbesserung der Beweglichkeit der Gelenke  
  • Verbesserung der Körperhaltung und Bewegungskoordination 
  • Harmonisierung von Atmung und Bewegung 
  • Positive Wirkung auf alle inneren Organe durch bessere Durchblutung und sanfte Massage 
  • Beruhigung des Geistes und damit Möglichkeit der Stressbewältigung und Prävention 
  • Stärkung der Psyche und Klärung von Emotionen 

So alt wie die Techniken sind, so abwechslungsreich sind sie auch – von einfachen Dehnungs- und Lockerungsübungen im Stehen, Sitzen und Liegen bis zum Kampfkunst Qi Gong der Shaolin. Außerdem sind genauso wandelbar und vielschichtig in ihrer Komplexität ihrer Ausführung – von der einfachen Konzentration auf Körper oder Atmung über meditative Übungsanleitungen bis zur philosophischen Einbettung im Gesamtkosmos.  

Tai Chi und Qi Gong eignen sich daher für jede Altersgruppe, für Anfänger oder fortgeschrittene Bewegungsmenschen. Jeder kann seine Nische finden. 

Im 2. Teil unseres Beitrages – Veröffentlichung Ende Juli – erklären wir die Wirkungsweise von Tai Chi und Qi Gong. Schau also im Juli in unseren nächsten Blog und erfahre, wie Du sommerlich erholt mit der richtigen Technik ganz entspannt im Job durchstarten kannst.

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